Umfragen für Angestellte: Nebenbei Geld verdienen neben dem Job
Umfragen für Angestellte sind einer der wenigen Nebenverdienste, die sich wirklich um einen Vollzeitjob herum organisieren lassen. Keine Schichten, keine Kunden, keine Rechnungen: Du beantwortest Fragen in der Bahn, in der Mittagspause oder abends auf dem Sofa. Dazu kommt ein steuerlicher Vorteil, den viele nicht kennen. In Deutschland löst ein kleiner Nebenverdienst neben dem Gehalt meist keine Steuer aus. Hier findest du die passenden Panels, die besten Zeitfenster im Alltag und die Regeln zu Steuern und Arbeitgeber.
Wann soll ich das machen?
Das ist die häufigste Frage von Berufstätigen. Die Antwort: Du brauchst keine zusätzliche Zeit, nur die Lücken, die ohnehin da sind.
- Pendeln: Viele Umfragen laufen auf dem Smartphone und sind in wenigen Minuten erledigt. Die Fahrt zur Arbeit reicht oft für eine oder zwei.
- Mittagspause: Zehn Minuten nach dem Essen genügen für eine kurze Umfrage, am eigenen Handy, nicht am Firmenrechner.
- Abends: Einmal die Einladungen prüfen und die passenden ausfüllen. Zweimal pro Woche macht schon einen Unterschied.
Wer gar keine Fragebögen ausfüllen will, kann zusätzlich ein Panel nutzen, das im Hintergrund läuft, auf dem privaten Smartphone oder Laptop. Mehr dazu weiter unten.
Die besten Umfragen für Angestellte
PineCone Research: Startbonus und Produkttests
PineCone gehört zu NielsenIQ und vergibt Umfragen eher ausgewählt als in der Masse, also gut, wenn du wenig Zeit hast. Zur Anmeldung gibt es 5 € Startbonus, ab 10 € löst du dein Guthaben als Visa-Geschenkkarte oder Gutschein ein. Dazu kommen Produkttests, die du bequem zu Hause machst. Die Anmeldung ist nicht immer für jede Altersgruppe offen.
PineCone anmelden (ab 18) 18 bis 34 und ab 55 Mehr zu PineCone
YouGov: Kurze Umfragen zu Wirtschaft und Gesellschaft
Die Themen kennst du aus den Nachrichten: Wirtschaft, Politik, Marken, Arbeitswelt. Die Umfragen sind meist kurz und passen gut in eine Bahnfahrt. Die Punkte verfallen nicht, solange dein Konto aktiv ist. Eingelöst wird als Gutschein oder ab 50 € per Überweisung.
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Horizoom Panel: Auch für kurze Sessions fair
Wer wenig Zeit hat, ärgert sich besonders, wenn eine Umfrage nach ein paar Fragen endet. Horizoom gibt dir dafür laut FAQ automatisch 5 Punkte und 3 Lose für die monatliche Verlosung. Ausgezahlt wird ab 10 € per Überweisung oder Gutschein. Betreiber ist die horizoom GmbH aus Berlin.
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LifePoints: PayPal ab rund 5 €
LifePoints gehört zur Kantar-Gruppe und zahlt die erste Prämie schon ab rund 5 € aus, als PayPal-Guthaben oder Gutschein. Die meisten Umfragen dauern 10 bis 20 Minuten. Starte mindestens alle 90 Tage eine, damit dein Konto aktiv bleibt, auch im Urlaub.
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Ipsos iSay: Gutscheine ab 5 €
Ipsos ist eines der großen internationalen Marktforschungsinstitute. 100 Punkte sind 1 €, ein 5-€-Gutschein kostet 500 Punkte. Digitale Gutscheine und PayPal-Guthaben werden laut Ipsos sofort per E-Mail verschickt. Die Punkte verfallen nicht, solange du aktives Mitglied bist.
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Toluna: Für Abende mit etwas mehr Zeit
Toluna ist eine der größten Umfrage-Communities weltweit, mit Umfragen zu vielen Themen, Abstimmungen und täglichen Spielen. Zur Begrüßung gibt es 500 Punkte. Gut als breite Basis, wenn du abends regelmäßig ein paar Minuten investierst.
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Ohne Fragebögen: Panels im Hintergrund
Diese Panels erfassen dein Nutzungs- oder Einkaufsverhalten, dafür sammelst du Punkte, ohne aktiv etwas zu tun. Ob dir der Einblick recht ist, solltest du vorher überlegen. Installiere sie nur auf privaten Geräten, nie auf dem Firmenrechner oder Diensthandy.
Nielsen Computer & Mobile Panel: Software für Computer und Smartphone, die anonym erfasst, wie du das Internet nutzt. Laut Nielsen sind Prämien im Wert von über 100 € im Jahr möglich.
Digital Trends von GfK: Eine App für Smartphone oder Tablet, die im Hintergrund läuft. Die Punkte löst du gegen Gutscheine von rund 70 Partnern ein.
YouGov Shopper: Nach dem Wocheneinkauf den Kassenbon mit der App scannen, fertig. Dafür gibt es Punkte für Prämien und regelmäßige Verlosungen.
Die Kombination für Berufstätige
Starte mit drei Panels: PineCone für ausgewählte Umfragen und Produkttests, LifePoints für schnelle PayPal-Auszahlungen und Horizoom, das auch kurze Abbrüche vergütet. Wer möchte, ergänzt ein Panel im Hintergrund. Der Portal-Finder zeigt dir, was zu deinem Land und Alter passt.
Wie viel ist neben dem Job drin?
Bei Umfragen für Angestellte gilt dieselbe Faustregel wie für alle: Mit einem Panel und gelegentlicher Teilnahme sind 10 bis 20 € im Monat realistisch. Wer drei bis fünf Panels nutzt, die Profile vollständig ausfüllt und Einladungen zeitnah öffnet, kommt auf 100 bis 200 €. Neben einem Vollzeitjob liegen die meisten irgendwo dazwischen, und das ist in Ordnung: Umfragen sind ein Zuverdienst, kein zweites Gehalt.
Wovon der Verdienst abhängt, steht im Ratgeber Wie viel verdient man mit Umfragen?
Steuern: Der Vorteil für Angestellte
Beim Thema Steuern sind Umfragen für Angestellte besonders unkompliziert.
Deutschland: Einnahmen aus Umfragen bleiben steuerfrei, solange sie im Jahr unter 256 € liegen. Für Angestellte kommt eine zweite Regel dazu: Wer Arbeitslohn bezieht, muss wegen Nebeneinkünften bis 410 € im Jahr keine Steuererklärung abgeben. Gibst du trotzdem eine ab, etwa wegen Werbungskosten, werden Nebeneinkünfte bis 410 € über den sogenannten Härteausgleich abgezogen. Für die meisten Angestellten bleiben Umfrage-Einnahmen damit steuerfrei, solange sie zusammen mit anderen Nebeneinkünften unter 410 € liegen. Darüber gehören sie in die Anlage SO.
Österreich: Für Einkünfte aus Umfragen gilt eine Freigrenze von 220 € im Jahr. Als Arbeitnehmer musst du eine Steuererklärung abgeben, wenn deine anderen Einkünfte im Jahr 730 € übersteigen.
Schweiz: Einen Freibetrag gibt es nicht, Umfrage-Einnahmen gehören in die Steuererklärung. Gilt es als Nebenerwerb, gibt es einen Pauschalabzug, bei der Bundessteuer 20 % der Einkünfte.
Alle Details stehen auf den Steuerseiten für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Umfragen und Arbeitgeber: Die wichtigsten Regeln
Nur private Geräte nutzen. Firmenrechner, Diensthandy und Firmen-WLAN sind tabu. Private Software auf Arbeitsgeräten verstößt meist gegen die IT-Richtlinien und kann Ärger geben.
Nicht während der Arbeitszeit. Pausen und Pendelzeit sind deine Zeit, die Arbeitszeit nicht.
Kurz in den Arbeitsvertrag schauen. Gelegentliche Umfragen sind keine klassische Nebentätigkeit für einen anderen Arbeitgeber. Manche Verträge verlangen aber, jede Nebentätigkeit zu melden. Wer im öffentlichen Dienst arbeitet oder verbeamtet ist, sollte die dort geltenden Regeln kennen. Im Zweifel kostet eine kurze Nachfrage bei der Personalabteilung nichts.
Eigene E-Mail-Adresse anlegen. So landen die Einladungen nicht im Dienstpostfach und gehen nicht zwischen privaten Mails unter.
Vorteile für Angestellte
- Passt in Pendelzeit, Pausen und Abende
- Keine festen Verpflichtungen
- In Deutschland meist steuerfrei bis 410 € im Jahr
- Panels im Hintergrund ganz ohne Fragebögen
- Viele Panels mit App für unterwegs
Was du wissen solltest
- Nur auf privaten Geräten
- Einladungen schwanken von Monat zu Monat
- Manche Konten verfallen bei längerer Pause
Häufige Fragen zu Umfragen für Angestellte
In Deutschland meist nicht. Unter 256 € im Jahr sind sie ohnehin steuerfrei. Außerdem müssen Angestellte wegen Nebeneinkünften bis 410 € keine Steuererklärung abgeben, und bei einer freiwilligen Erklärung werden sie bis 410 € abgezogen. Details stehen auf der Seite Umfragen und Steuern in Deutschland.
Gelegentliche Umfragen sind keine Tätigkeit für einen anderen Arbeitgeber. Manche Arbeitsverträge verlangen aber, jede Nebentätigkeit zu melden, und im öffentlichen Dienst gelten eigene Regeln. Ein kurzer Blick in den Vertrag schafft Klarheit.
In deiner Pause am privaten Smartphone ja. Den Firmenrechner, das Diensthandy und das Firmen-WLAN solltest du dafür nicht nutzen, und Panels im Hintergrund gehören nur auf private Geräte.
PineCone Research für ausgewählte Umfragen und Produkttests, LifePoints für schnelle PayPal-Auszahlungen und Horizoom, das auch kurze Abbrüche vergütet. Wer keine Fragebögen mag, ergänzt ein Panel im Hintergrund wie Nielsen oder YouGov Shopper.
So viel du möchtest. Viele Umfragen dauern nur wenige Minuten, manche eine halbe Stunde. Einmal am Tag die Einladungen zu prüfen, reicht völlig. An manchen Tagen kommt keine, an anderen mehrere.
Alle Portale mit Mindestalter und Auszahlungswegen findest du im bezahlte Umfragen Vergleich.



